PLAYOFF: 50:65 Sieg gegen UEG

Mit dem sehr erfreulichen 50:65 Auswärtserfolg gegen Union Edelweiss dürften die Duelle im Halbfinale der Steirischen Meisterschaft wie folgt lauten: Unser ATSE „Leben in Würde“ Graz trifft auf den BSC Fürstenfeld, UEG auf UBSC Graz. 

Der Samstag der 14.4. bot für Basketballfans ein ganz besonderes Programm. Neben dem Start der eher unbedeutenden NBA Postseason in Übersee sind in den steirischen Landen die oberen Playoffs in vollem Gange. Man konnte sich also zwischen dem Duell der Golden State Warriors und den San Antonio Spurs in der Oracle Arena oder dem Spiel unserer bisher ungeschlagenen ATSE- Mannschaft und UEG, ausgetragen in den ehrwürdigen Räumen der Unionhalle 2, entscheiden.
Im Duell in Oakland traf der Zweitplazierte auf den Siebtplazierten der Regular Season, während in Graz der Tabellenerste gegen seinen direkten Verfolger antrat. Da sowohl die Location als auch die Voraussetzungen vor dem Spiel ganz klar für das steirische Duell sprachen, der Samstagabend erstmals nach langer Zeit wieder lau und die Kantine in der Unionhalle geöffnet war fanden viele Fans den Weg in die Halle.
Als ATSE Fan wurde man speziell in der ersten Halbzeit für sein Erscheinen mit großartigem Teambasketball und vor allem einer beherzten Defensivleistung belohnt. Die gesamte Mannschaft erfüllte die vom Coach aufgetragenen Aufgaben bravourös und kontrollierte so die brandgefährlichen Shooter des Gegners. So gelang UEG in der gesamten ersten Hälfte kein Wurf von der Dreierlinie. Ganz besonderes Highlight: Chris „King“ Preis mit dem Block of the Night gegen den zum Dunk ansetzenden Markus Galle! In der Offensive fielen beim ATSE die Würfe hochprozentig, das Passspiel war schnell, trotzdem sicher und es gab nur wenige Turnover. So stand es zur Pause 43 zu 23 für den ATSE. Da eine spontane Umfrage unter den Fans zur Pause ergab, dass manche Zuseher die Partie als zu einseitig empfanden reagierten beide Mannschaften sofort und es folgte eine ungemein spannende 2. Halbzeit.
UEG kam ungeheuer motiviert und treffsicher aus der Kabine. Trotz einer ordentlichen Leistung in der Defensive flogen unseren Verteidigern die Würfe nur so um die Ohren. Erschwerend kam noch hinzu, dass die gut herausgespielten Würfe unserer ATSE-Mannschaft in der Offensive nicht mehr in den Korb wollten – was zur Folge hatte, dass UEG das 3. Viertel mit 19:7 für sich entscheiden konnte.
Im letzten Viertel schaffte es unsere Mannschaft dann aber routiniert den Sack zuzumachen. Ein 15:0 Run ab Minute 33 brache die Vorentscheidung und so konnte der ATSE mit dem Endstand von 65:50 den Platz als Sieger verlassen. Einziger Wehrmutstropfen, einer sehr fairen Partie, war das verfrühte Ausscheiden von Dusko „Dule“ Trjkula, der nach einer Kollision mit einem Gegenspieler sein Knie verdrehte und nicht mehr zum Einsatz kam. Er konnte die Halle aber auf eigenen Beinen, wenn auch leicht humpelnd, verlassen. Lieber Dule, gute Besserung!

Eigentlich ist es ein Glück, ein Leben lang an einer Sehnsucht zu lutschen. (Theodor Fontane)
Im fünften Viertel war dieses Mal nur eine Herrenhandtasche vorbereitet, die durch ein Glasweckerl aus der Kantine der Unionhalle komplettiert wurde. Dieser Mangel an flüssigen Ressourcen trieb so manchem abgekämpften Spieler Tränen der Sehnsucht in die Augen und weckte die Erinnerung an die fünften Viertel längst vergangener Samstage die oft intensiver ausfielen als die Spiele davor.

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